Die Heiliggeistkirche von innen: Die Seitenschiffgewölbe

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Die Gewölbe der Seitenschiffe

Auf weitere, allerdings weniger gravierende Planänderungen verweisen die unterschiedlichen Ausformungen der Gewölbekonsolen in den Seitenschiffen.

Heidelberg - Heiliggeistkirche - Nordschiff - Blick vom Südschiff durch das Mittelschiff auf das Nordschiff und die Nordempore (aufgenommen im September 2015, am Nachmittag)

Blick durch die Schiffe sowie Blick auf die Arkaden und Konsolen des Südschiffs

Ähnlich wie die Konsolen oberhalb der Mittelschiffarkaden sind die gleichartig gestalteten Kragsteine an den Arkaden der Seitenschiffe der barocken Restaurierungsphase zuzuschreiben.

Wie an den zum Mittelschiff gewandten Seiten der Scheidarkaden besaßen vermutlich auch die gegenüberliegenden Seiten ursprünglich schmale, den Säulen vorgeblendete Dienste (Abarbeitungsspuren derselben sind noch an manchen Orten festzustellen, siehe hierzu auch einen Plan des Langhauses von 1659 in Zahn 1960, Abb. 14).

Heidelberg - Heiliggeistkirche - Südschiff - v.l.n.r., v.o.n.u: 1./2./4./3. Figur am unteren Dienstabschluß, von Westen aus gezählt (aufgenommen im März 2013, um die Mittagszeit)

Figuren an Gewölbeanfängern im Südschiff

Heidelberg - Heiliggeistkirche - Nordschiff - v.l.n.r., v.o.n.u: 1./4./2./3. Figur am unteren Dienstabschluß, von Westen aus gezählt (aufgenommen im März 2013, nachmittags)

Figuren an Gewölbeanfängern im Nordschiff

An den Außenwänden der Seitenschiffe finden sich dagegen vorwiegend Kopfkonsolen, von denen angeblich die meisten Gipsabgüsse einiger weniger originaler Konsolen darstellen (als Originale sind nach Zahn lediglich die Konsolen in der nordöstlichen bzw. südöstlichen Langhausecke und zwei Konsolen des südlichen Seitenschiffes anzusehen).

Heidelberg - Heiliggeistkirche - Nördliches Seitenschiff - Gesamtansicht des Gewölbes, vom Zentrum des Seitenschiffs aus gesehen (aufgenommen im September 2015, am frühen Nachmittag)

Gesamtansicht des Gewölbes des Nordschiffs

Alternative Konsolbildungen zeigt lediglich der westliche Bereich des nördlichen Seitenschiffes, wo zwischen dem vierten und fünften Joch ein Gurtbogen in der Profilierung der Bögen in der Chortrennwand eingezogen wurde und die seitlichen Konsolen eine geometrische Form, d.h. polygonale Brechung aufweisen.

 

Heidelberg - Heiliggeistkirche - Südliches Seitenschiff - Gesamtansicht des Gewölbes, vom Zentrum des Seitenschiffs aus gesehen (aufgenommen im September 2015, am frühen Nachmittag)

Gesamtansicht des Gewölbes des Südschiffs

Auch bezüglich der Gewölbe ist vielerorts eine variierende Detailbehandlung festzustellen.

Heidelberg - Heiliggeistkirche - Südschiff - Blick von Nordwest auf das Schiff und in den Chor (aufgenommen im Oktober 2015, um die Mittagszeit)

Blick in das Südschiff und die Fenster

Eine Merkwürdigkeit bildet zudem die Angleichung der Fensterlaibungen an die eigentlich zu tief eingebauten Gewölbe im südlichen Seitenschiff, wo die Fensterbögen vorne rund, in der Maßwerkebene dagegen spitzbogig schließen.

Heidelberg - Heiliggeistkirche - Südschiff - Schlußsteine, v.l.n.r.: 5., 4., 1., 6., 2. und 3. Joch, von Westen aus gezählt (aufgenommen im April 2015, nachmittags)

Schlusssteine des Südschiffs

Heidelberg - Heiliggeistkirche - Nordschiff - Schlußsteine, v.l.n.r.: 5., 6., 1., 3., 4., und 2. Joch, von Westen aus gezählt (aufgenommen im April / Mai 2015, nachmittags)

Schlusssteine des Nordschiffs

Neben den Konsolen, Fensterlaibungen und Gewölberippen begegnen variierende Einzelformen auch bei den Gewölbeschlusssteinen. So wurden im zweiten bis fünften Joch des südlichen Seitenschiffes jeweils runde Schlusssteine, im ersten und sechsten Joch der Südseite und den sechs Jochen der Nordseite dagegen vierpassförmige Schlusssteine verbaut.

Zur stilistischen Einordnung und Datierung der Gewölbe

Näheres zur stilistischen Einordnung und Datierung der Gewölbe finden Sie auf dieser übergeordneten Seite: Die Gewölbe.